Artists in Residence programm

Int. Gastatelier Maltator

Mit einem der besten Artist-in-Residence AiR-Programme in Österreich lädt die Kulturinitiative jedes Jahr drei int. GastkünstlerInnen zu einem zweimonatigen Arbeitsaufenthalt in das Maltator ein. Seit 1993 haben über 80 KünstlerInnen aus aller Welt die Möglichkeit genutzt, hier, inmitten der historischen Altstadt, in der einzigartigen Atmosphäre des mittelalterlichen Torhauses, zwei Monate zu verbringen, hier zu arbeiten und auszustellen.

Der Aufenthalt in der Künstlerstadt Gmünd bietet den GastkünstlerInnen die einmalige Gelegenheit, österreichische Kunst und Kultur fernab urbaner Zentren kennen zu lernen und dennoch in einer kulturell hoch interessierten und aktiven Umgebung zu leben, Kontakt zu den einheimischen und in der Künstlerstadt ausstellenden Kunstschaffenden aufzunehmen und sich in das vielfältige Kulturleben einzubringen.

Informationen & Kontakt:
Int. Gastatelier Maltator
Kirchgasse 52
A-9853 Gmünd in Kärnten
Tel.:
+43 4732 221524

01. Mai bis 31. Oktober 2021

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Dietmar Franz

Zeichnung & Malerei

Artist in Residence im Gastatelier Maltator von 1. Mai bis 30. Juni 2021 Präsentation der Arbeiten: 26. Juni 2021

Dietmar Franz wurde 1960 in Klagenfurt geboren und ist in Kappel am Krappfeld aufgewachsen. Nachdem er von 1982 bis 1985 ein Pädagogikstudium in Klagenfurt absolviert hatte, zog er nach Wien und widmete sich voll und ganz der Kunst. In den Jahren 2001 (Atelier im Apostelhof) und 2003 (Staatsatelier Westbahnstraße) kam es durch zwei unverschuldete Atelierbrände zum Verlust seines nahezu gesamten Oeuvres. Seine Werke werden seit 1987 in Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt und sind in vielen Sammlungen vertreten. Dietmar Franz lebt und arbeitet in Wien.

Dietmar Franz ist Zeichner aus innerer Notwendigkeit. In der heutigen, multimedialen Zeit, in der in der Kunst mehr Medien und Materialien denn je verwendet werden, hat er sich ganz und gar zurückgenommen und auf Holz, Papier und Bleistift reduziert. Seine Arbeiten haben nichts Skizzenhaftes sondern sind konzeptionelle Kunstwerke, oft seriell angelegt, die malerische Qualitäten haben. Es handelt sich dabei um überaus genaue, detailreiche Grafitzeichnungen, in denen der Künstler mit dem Betrachter kommuniziert. Beim Betrachten seiner Arbeiten ist allerdings Achtung geboten, denn viele seiner Kompositionen sind Trickbilder, deren Oberfläche verführt und dazu verleitet, nur an der Oberfläche der Dinge zu bleiben. Dahinter verbirgt sich jedoch eine intensive und tiefe Auseinandersetzung mit der Natur, der Kunstgeschichte und der Ästhetik, wobei die Arbeiten immer in der Gegenwart verankert sind.

Preise

1987 Anerkennungspreis beim Druckgrafikwettbewerb „fingerprints“, Wien

1990 Ankaufspreis beim Römerquelle Kunstwettbewerb

1992 Ankaufspreis beim „trend art spectrum“, Wien

1994 2. Preis beim Kunstwettbewerb „öl, tank, umwelt“, Wien

Ausstellungen (Auswahl)

2014 "Heimspiel", Atelierpräsentation, Wien
2016 Kalenderpräsentation der Kärntner Sparkasse Neuer Platz Klagenfurt

2016 "simultan", Ausstellung gemeinsam mit Ursula Heindl, Schloss Straßburg, Kärnten

2017 "Ausgezeichnete Realitäten", Stift St. Georgen am Längsee, Kärnten

2017 "simultan", Ausstellung gemeinsam mit Ursula Heindl, Schloss Fischau, NÖ

Ursula Heindl

Bildhauerei & Malerei

Artist in Residence im Gastatelier Maltator von 1. Mai bis 30. Juni 2021 Präsentation ihrer Arbeiten: 26. Juni 2020

Ursula Heindl wurde 1959 geboren, studierte an der Akademie der bildenden Künste Wien bei Bruno Gironcoli (Bildhauerei) und Josef Mikl (Aktzeichnen) und schloss ihr Studium der Malerei bei Arnulf Rainer 1985 mit Diplom ab. Sie lebt und arbeitet hauptsächlich in Wien.

Unter Verwendung aller Schattierungen von Rot in ihrer Malerei liegt der Fokus auf der Stärke der Natur - die Kraft von Wasser, von Bergen und Wolken am Himmel, als Wechsel und Wandel der natürlichen Kräfte und Energien - Natur als lebendiger Prozess! Die Titel ihrer Bilder entnimmt sie Landkarten. Dabei vollzieht sie legendäre Reisen nach. Stets auf der Suche nach barocker Dramatik landet sie am Meer, im Gebirge, auf kleinen Inseln oder großen Kontinenten. In ihrem neuesten künstlerischen Oeuvre begleitet Ursula Heindl Magellan auf seiner Weltumrundung, die von der Vorbereitung 1517 bis zur Vollendung 1522 dauerte. „Magellan – die Welt ist keine Scheibe“ nennt sie ihre neue Werkserie.

Preise

1989 Theodor Körner Preis

1991 Diplompreis Athur Rössler Kunstwettbewerb des BSA

Ausstellungen (eine kleine Auswahl)

2016 DAS IDEALE BILD, kelag Schaukraftwerk Forstsee, Kärnten

2017 PURE FREUDE, Stift Sankt Georgen am Längsee/Kärnten

2018 P.CONTEMPORARY zu Gast im Kunstsalon Perchtoldsdorf

2019 KUNSTRADLN Millstatt, Kärnten

APPROSSIMATIONE, Artfarm, Pilastro di Bonavigo, Italien

Deutsche Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens, OAG Haus, Tokyo, Japan

2020 REENACTING BILBAO –zwanzig Jahre danach, artP.kunstverein, Perchtoldsdorf, NÖ,

Freie Malerei, Mesnerhaus Ausserteuchen, Himmelberg, Kärnten

gemeinsame Ausstellungen mit Dietmar Franz

2014 Heimspiel, Atelierpräsentation, Wien

2016 simultan, Schloss Straßburg, Kärnten

2017 simultan, Schloss Fischau, NÖ

Christian Ecker

Malerei, Grafik, Objekte und Fotografie

Artist in Residence im Gastatelier Maltator von 1. Juli bis 31. August 2021 Präsentation seiner Arbeiten: 26. August 2020

Der österreichische Künstler Christian Ecker wurde 1961 in Salzburg geboren und lebt und arbeitet heute in Seekirchen bei Salzburg. Nach einer Lehre als Lithograf arbeitet er seit 1990 als freischaffender Künstler. Er erhielt zweimal ein Auslandsstipendium für bildende Kunst in Krakau und Frankfurt am Main, war im Zuge des Förderateliers des Landes Salzburg in Saarbrücken und Budapest und im Gastatelier an der Kunstakademie Vilnius, Litauen. 2015 und 2017 unterrichtete er in der Fachklasse für Fotografie am Fotohof Salzburg und erhielt im selben Jahr ein AiR Stipendium der Stadt Salzburg für New York. Seit 1984 hat er laufend Ausstellungen im In- und Ausland.

Von freier, gestisch bestimmter Malerei findet der Künstler in den neunziger Jahren zu stringenten, geradezu radikalen Gestaltungsprinzipien in Bild und Objekt. In den „Wicklungen“ mit verschiedenen Materialien spielt das Moment der verfremdenden Verhüllung ebenso eine Rolle, wie der Reiz der möglichen Entblößung eines noch unbekannten Gegenstandes. Fand das exotikversessene 18. Jahrhundert Vergnügen an der Aufrollung von Mumien, so kehrt die Lust an der spielerischen Lüftung eines Geheimnisses gelegentlich in der Moderne wieder. Eckers zwischen Strenge und Unbekümmertheit schwebende Bildobjekte sowie die aus der Banalität ins Rätselvolle „geschnürten“ Skulpturen markieren ironisch die Schnittstelle zwischen Mythos und Dingrealität. Was ist enigmatische Erscheinung an der Wand, im Raum? Was ist echter Farbkörper, was ist gefärbt? Was ist noch Bild, was bereits Objekt?

Preise

1986 Preisträger Plakatwettbewerb für Mozarts Zauberflöte, Künstlerhaus und Landestheater Salzburg

1991 Preisträger für sieben Eingangstore im Trumer Seenland

2008 Preisträger für Vorplatzgestaltung Gemeindeamt St.Georgen bei Obernberg

2008 Finalist beim Euregio Kunstpreis

2018 1. Preis Kunst am Bau Wettbewerb Wohnanlage "Glanbogen"

Projekte (Auswahl)

2004 Landart Projekt Hellbrunn mit Fa. Wolford (Katalog)

2009 Realisierung des Preisträger Projektes für Vorplatzgestaltung St. Georgen bei Obernberg am Inn

2012 Städtische Galerie Traunstein, Wicklungsprojekt im öffentlichen Raum, Stadtplatz Traunstein

Ausstellungen (Auswahl)

2019 WIKAM Kunstmesse Wien mit Galerie Trapp

2018 "ATMEN" Stadtgalerie Salzburg

2017 "Reinheit in der Unvollkommenheit" Künstlerhaus Salzburg; "Wicklungen" Galerie Trapp, Salzburg

2016 SALÓ Künstlerhaus Salzburg 

Larissa Leverenz

Malerei und Zeichnung

Artist in Residence im Gastatelier Maltator von 1. September bis 31. Oktober 2021 Präsentation ihrer Arbeiten: 27. Oktober 2020

Die Künstlerin Larissa Leverenz kam 1978 in Köln auf die Welt, derzeit lebt und arbeitet sie in Wien. Nach ihrem Studium an der Fachhochschule für Design Münster widmete sich die Künstlerin der bildenden und medialen Kunst an der Universität für Angewandte Kunst Wien. Seit 2011 ist sie dort in der Abteilung für Reprografie und Siebdruck als Senior Artist tätig. In den traditionellen Medien Serigrafie, Tuschezeichnung und Collage verbindet sie auf gekonnt, surrealistische Weise Alltagsgegenstände mit abstrakten geo-metrischen Strukturen. Larissa Leverenz war schon im Vorjahr mit einer Ausstellung in der Galerie Gmünd vertreten. Wir freuen uns, dass sich diese außergewöhnliche Künstlerin nun für für einen Gastaufenthalt im Maltator beworben hat.

„Es ist eine wundersame Welt, in die uns Larissa Leverenz mit ihren Arbeiten entführt. Einer Welt von surreal fremder und doch vertraut wirkender Schönheit. Leverenz schöpft in ihrer künstlerischen Arbeit aus dem Fundus des Lebens, aus ihrer Kindheit und ihren Träumen. Es sind stets persönliche, die Künstlerin berührende Themen, die zum Bild werden. In ihren neuen Arbeiten lässt sie sich von den unendlichen Weiten des Weltraums inspirieren, aber auch von der Digitalisierung unserer multimedialen Gegenwart. Der Kosmos und die unbekannten Weiten des Alls gelten in einer romantischen Vorstellung als Sehnsuchtsraum und als einer der letzten unerforschten Gebiete, gleichzeitig sind sie als solche bereits vom Menschen besetzt – die Künstlerin zeigt populäre Motive aus Science-Fiction-Filmen, etwa das Raumschiff aus Star Trek, ebenso wie den stetig zunehmenden Satelliten-Verkehr als Metapher für die Ergründung der letzten verborgenen Winkel unserer Welt und deren digitalen Überwachung. Ihre Bilder versteht Leverenz als „Räume von Möglich-keiten“. Wir BetrachterInnen nähern uns wie ForscherInnen den kaum verortbaren, multiperspektivischen Bildräumen, den ineinander verwobenen Architekturen und entdecken die Unendlichkeit; wir schauen weiter und weiter hinein, bewegen uns durch das Bild, finden immer wieder neue Perspektiven und überraschende Blickwinkel.“ (Auszug eines Textes von Günther Oberhollenzer, 2019)

Ausstellungen (Auswahl)

2012 ENOLA GAY, 2. Ruhrbiennale, Dortmund mit K. Borchert (D)

2015 EISENMAGD & GÄNSEOFEN, Kro Art Contemporary, Wien (A)

2016 SZENARIUM, Köln-Art-Projects, Köln (D)

2018 THE ISLE OF WHITE mit Thomas Riess, Kunstraum Arcade (A)

2019 DEEP DOWN AND PURPLE - Strabag Kunstforum, Wien (A)

Awards & Grants (Selection)

2006 Letter Stiftung, Aldegrever Stipendium (NRW), (D)

2014 Emerging artist, Essl Museum, (A)

2015 Yalova Art Camp, Istanbul, (TR)

2016 Nominierung Bloom Award by Wahrsteiner, (D)

2017 Residency Millstättersee, Strabag Artcollection (A)

2018 Anerkennungspreis Strabag Artaward International (A)

Rückschau

vergangene Ausstellungen

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