Bernard Ammerer

Malerei
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2021
Galerie Gmünd

Der 1978 in Wien geborene Künstler absolvierte 2001 seinen Abschluss des Studiums der Rechtswissenschaften, danach absolvierte er von 2003 bis 2010 ein Studium an der Universität für angewandte Kunst in Wien bei Johanna Kandl und Wolfgang Herzig. 2004 nahm er an der Sommerakademie für Bildende Kunst in Salzburg bei Xenia Hausner teil. Ammerer erhielt den Strabag Art Award und ein Ö1 Talentestipendium. 2019 war er bereits Artist in Residence im Gastatelier Maltator. Es war sein großer Wunsch, 2021 mit einer Ausstellung am Kunstprogramm in Gmünd wieder teilzuhaben, dieses Mal mit einer gemeinsamen Ausstellung mit seiner deutschen Künstlerkollegin Linda Berger.

Bernard Ammerer denkt in Bildern und die realistische Malerei sei für ihn die beste Möglichkeit, seine Gedankengänge darzustellen, so der Künstler. Jede einzelne seiner Arbeiten verleitet zu unterschiedlichsten Interpretationen und Assoziationen mit dem eigenen Unterbewusstsein, bedrückend und befreiend zugleich. Ammerer berührt in gewisser Weise einen ganz besonderen Aspekt mit seiner Malerei: Trotz der so realistischen, detailgetreuen Bildsituationen kann die eigentliche Bedeutung und Motivation dahinter mit Worten nur sehr begrenzt ausgedrückt werden, ohne sich dabei zu verlieren. Es sind die einfachsten und zugleich größten und vielschichtigsten Themen wie Sinnfindung, Orientierung oder Glückssuche, die bei Ammerer immer wieder auftauchen – jenseits jeglicher Banalität. Es sei möglich, dass man nicht immer alles benennen muss bzw. auch etwas unbenannt lassen kann, ohne dass es in die Beliebigkeit abdriftet. Es ist diese feine, spontan-assoziative Gratwanderung, eine Art Schwebezustand zwischen Realität und Illusion, die in Ammerers Arbeiten so fasziniert. Ästhetik und Farbe nehmen dabei einen hohen Stellenwert ein, sie bilden das Fundament seiner meist großformatigen Bilderwelten, deren einprägsamer Wirkung man sich als Betrachter nur schwer entziehen kann. (Angelica Seebacher)