Anica Hauswald

Fellarbeiten
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2020
Altstadtgalerie Gmünd

»Meine Werke sind abstrakt und minimalistisch. Reduziert auf einfache geometrische Formen. In vielen Lasurschichten mit Öl gemalt und von Hand geknüpft. Sie bewegen sich zwischen Malerei und Objekt. Sind weder nur Malerei, noch nur Objekt. Da sie sich somit einer konkreten Kategorisierung entziehen, könnte man sagen, es handelt sich um eine Art geknüpfte Malerei. In einem mühsamen und zeitintensiven Prozedere knüpfe ich das in dünne Streifen geschnittene Kunstfell in unterschiedlichen Florlängen, Farben und Kompositionen in Handarbeit zusammen. Das Netzgewebe gibt zwar die Geometrie vor, aber aufgrund des wilden Fells wird diese Geometrie und Strenge wieder etwas aufgelöst. Auch der Prozess des Knüpfens erfolgt zwar eigentlich kontrolliert, wird durch das wilde Fell aber wieder gebrochen. Zudem brechen die oft humorvollen Titel die Strenge. Die Titel laden den Betrachter zu Assoziationen ein, obwohl meine Arbeiten an sich frei von Narrationen sind. So ist das Lesbare nicht das Abgebildete, das Sichtbare nicht das, was man vermutet. Und das sorgt beim Betrachter zunächst für Irritationen. Eingebettet in einen farblich modifizierten Ausstellungsraum sind meine Arbeiten weder nur Malerei, noch nur Objekt, sondern auch irgendwie Installation. Flach und zugleich dreidimensional.« (Anica Hauswald)

Geboren 1985 in Düren/Deutschland, studierte Anica Hauswald bei Prof. Udo Dziersk und Prof. Herbert Brandl (Meisterschülerin) an der Kunstakademie Düsseldorf, wo sie 2014 ihren Akademiebrief erhielt. Zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland. Seit 2019 stellvertretende Vorsitzende im Kulturbahnhof Eller in Düsseldorf. Im selben Jahr Gewinnerin des 1. Reclaim Awards, Köln. Anica Hauswald lebt und arbeitet in Düsseldorf.